Ärztlicher Direktor
Fachklinikum Brandis
Dr. med. Dipl.-Psych.
Th. Müller-Holthusen
Am Wald
04821 Brandis
Tel.: 034292 / 84-0
Fax: 034292 / 84-700
E-Mail: info(at)
fachklinikum-brandis.de


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Die Einweisungsdiagnose "Somatoforme Störung" entbindet nicht von der Notwendigkeit einer gründlichen körperlichen Diagnostik. |
Fünft bis zwölf Prozent der Bevölkerung leiden unter einer somatoformen Erkrankung. Im Laufe seines Lebens ist fast jeder Mensch einmal oder mehrmals betroffen. Oft klingen die Beschwerden nach einigen Wochen wieder ab, so dass sich umfangreiche Untersuchungen erübrigen. Bei einigen Patienten werden die Symptome jedoch chronisch und der Gang zum Arzt ist unvermeidlich. Doch die Suche nach der Ursache gestaltet sich schwierig. Laborwerte sind unauffällig und eine Schädigung bzw. Funktionsstörung eines Organs kann nicht festgestellt werden.
Die Mitteilung, dass der Patient "nichts hat", führt dem Patienten, der sich die Schmerzen, Herzrhythmusstörungen oder Magen-Darmbeschwerden nicht einbildet, oftmals in einen Teufelskreis.
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Um dem Arzt mehr Anhaltspunkte für eine Diagnose und damit für eine Therapie zu geben, beginnen viele Patienten, sich selbst sehr genau zu beobachten und verstärken damit ungewollt und unbewusst ihre Symptome, da das vegetative Nervensystem auch vom seelischen Befinden beeinflusst wird.
Ziel des Fachklinikums Brandis ist es, diesen Teufelskreis zu durchbrechen und die Beschwerden und ihre Ursachen zu behandeln. Sofern erforderlich sind umfangreiche körperdiagnostische Möglichkeiten vorhanden. Wir werden aber unnötige - weil bereits durchgeführte - Untersuchungen unterlassen und uns auf die Suche nach den psychischen Auslösern der körperlichen Beschwerden begeben. Hier kommen dann auch psychologische Testverfahren zum Einsatz.
Folgende diagnostische Möglichkeiten stehen zur Verfügung:
Testpsychologische Diagnostik
- Leipziger Ereignis- und Belastungsinventar (LEBI);
- State-Trait-Angstinventar (STAI);
- Tinnitus-Fragebogen (TF);
- Allgemeine Depressions-Skala (ADS);
- Hamburger Zwangsinventar (HZI);
- Münchner Alkoholismus-Test (MALT);
- Kurzfragebogen für Alkoholgefährdete (KFA);
- Kieler Schmerz-Inventar (KSI);
- Fragebogen zu körperbezogenen Ängsten, Kognitionen und Vermeidung (AKV);
- Beck-Depressions-Inventar (BDI);
- Nürnberger-Alters-Inventar (NAI);
- Berliner Verfahren zur Neurosendiagnostik;
- Das Narzissmusinventar (NI);
- Borderline-Persönlichkeits-Inventar (BPI);
- Freiburger Persönlichkeitsinventar (FPI-R);
- Symptom-Checkliste von Derogatis (SCL-90-R);
- Visuelle Wiedererkennungsaufgaben (FVW);
- Standard Progressive Matrices (SPM);
- CORSI;
- Daueraufmerksamkeit;
- Reaktionstestung;
- Wiener Testsystem.
Internistisch orientierte Diagnostik
- EKG, Langzeit-EKG, Ergometrie;
- Oxyergometrie;
- Herzfrequenzvariabilitätsanalyse;
- Langzeitblutdruckmessung;
- Sonographie, speziell Oberbauchorgane und Schilddrüse;
- Echokardiographie;
- Doppleruntersuchung der arteriellen und venösen Blutgefäße sowie der extracraniellen Hirnversorgung;
- Lungenfunktionsprüfung einschl. Bodyplethysmographie mit Diffusionsanalyse.
Fachübergreifende Diagnostik
- Röntgendiagnostik;
- Sonographie bei Erkrankungen des Bewegungsapparates;
- Klinisch-chemisches Labor (inkl. Stoffwechsel und Hämatologie) im Haus;
- Posturographie;
- Sauerstoff-Monitoring;
- Schlafapnoe-Screening;
- IPR-Messsystem (intraorale, kraftabhängige Registration zur Bestimmung der neuromuskulären Leistung des Unterkiefers);
- Audiometrie-Einheit;
- Sprach- und Stimmdiagnostik.















